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06. Oktober 2009

Büttner hält nichts vom Dienstleistungsgedanken

Bustransport von Schülern
Schulausschussvorsitzender Hardy Kremer
Die Schülerbeförderung von Kindern des Uhlenbergs scheint ein schwieriges Thema zu sein. Die Grundschulkinder werden von einem Bus in die Stadt gebracht. Bisher wurden auch die Schüler von weiterführenden Schulen vom Bus mitgenommen. Die müssen seit ein paar Wochen nun aber laufen. Die Schülerfahrkostenverordnung schreibt vor, dass Grundschulkinder ab einem Schulweg von zwei Kilometern Anspruch auf Beförderung haben. Schüler der Sekundarstufe I müssen einen Schulweg bis 3,5 Kilometer laufen. Das führt jetzt im Uhlenberg dazu, dass die Grundschüler transportiert werden, während ihre älteren Geschwister laufen müssen, oder von den Eltern gefahren werden.

Bisher hat der beauftragte Busunternehmer einfach alle Schüler mitgenommen, unabhängig von einem Anspruch. Dieses freiwillige Entgegenkommen hat nun ein Ende. Der Busunternehmer hat seine Bereitschaft auch für die Zukunft eingestellt.

Daraufhin hat nun die SPD-Stadtratsfraktion beantragt, eine von der Stadt organisierte Lösung zu finden.

„Es ist doch unsinnig, dass in einem großen Bus für bis zu 40 Personen nur drei Grundschüler sitzen, während die Eltern ihre älteren Kinder im Privatauto hinter dem Bus herfahren. Die Stadt platzt zu Schulanfang und -ende ohnehin schon aus allen Nähten. Vom Klimaschutz mal ganz abgesehen“ so der Vorsitzende des Schulausschusses, Hardy Kremer, zum SPD-Antrag.

Nach Vorstellung der Genossen sollen alle Kinder, mindestens bis zur Klasse 6 gleich behandelt werden. Allerdings sollen sich die Eltern an den entstehenden Kosten beteiligen.

Die SPD schießt angesichts der Reaktion des Bürgermeisters in dieser Sache scharf in Richtung Alexander Büttner.

„Es kann nicht sein, dass Bürger auf Anfragen in dieser Sache ewig auf eine Antwort warten. Und dann lautet die lapidar, ihr habt keinen Anspruch. Büttner hat anscheinend noch nichts vom Dienstleistungsgedanken gehört. Das lernt jeder Auszubildende im ersten Lehrjahr“ schimpft SPD-Chef Thilo Waasem über das Verhalten des Bürgermeisters.

Erst auf seine Anregung hätte man versucht eine Lösung zu finden.

„Hätten wir da nicht eingegriffen, hätte sich der Bürgermeistern auf der Rechtslage ausgeruht und die Hände in den Schoß gelegt. Damit ist den Leuten aber doch nicht geholfen“ so Waasem weiter.

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