Bild: SPD BaM

ÖPNV-Anbindung des Höhengebiets in Richtung Rheinbach

Die SPD Bad Münstereifel setzt sich für die Verbesserung der ÖPNV-Verbindungen in die Nachbarkommunen ein. Beispielsweise ist das Höhengebiet um Houverath, Wald und Effelsberg auch in Richtung Rheinbach als nahes Versorgungszentrum orientiert. Ferner ist der Anschluss an die Regionalbahn in Richtung Bonn für viele Pendler über Rheinbach attraktiver. Auch ein im Juli 2013 stattgefundener Workshop zum Thema Zukunft der ländlichen Mobilität in Houverath kommt zu diesem Ergebnis. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts „RegioM 2030“ der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) abgehalten.

Die jetzige ÖPNV-Anbindung lässt sehr zu wünschen übrig: Die TaxiBus-Fahrten der Linie 828 enden kurz hinter der Kreisgrenze in Rheinbach-Kurtenberg. An der einsamen Endhaltestelle der Kreuzung „Zu den vier Winden“ bestehen keine abgestimmten Anschlüsse in das Rheinbacher Zentrum. Das Problem ist hier die bisher unzureichende Abstimmung zwischen dem Kreis Euskirchen und dem Rhein-Sieg-Kreis. Karl Michalowski (SPD): „Die ÖPNV-Planung darf nicht an Kreisgrenzen enden, sondern muss sich nach den wirklichen Bedürfnissen der Einwohner richten.“

Zur Umsetzung einer Verbesserung besteht noch Klärungsbedarf für viele Fragestellungen. Dazu gehört die Abrechnung zwischen den Kreisen, die Disposition der beauftragten Taxiunternehmen, die Sicherstellung der Bahnanschlüsse in Bad Münstereifel und zugleich in Rheinbach sowie die Zuschlagpflicht, welche nur den Kreis Euskirchen betrifft. Der Kreis Euskirchen bemüht sich hier bereits um Lösungen.

Die jetzt vorgeschlagene Variante sieht eine Verlängerung der Linie 828 bis Rheinbach-Sürst/Hardt vor. Dort würde eine Umsteigemöglichkeit zur TaxiBus-Linie 814 nach Rheinbach im Stundentakt hergestellt. „Dies ist nicht die fahrgastfreundlichste Lösung, stellt aber dennoch eine erhebliche Angebotsverbesserung für die Fahrgäste dar.“ so Michalowski. Die Bahnanschlüsse sollen sowohl in Bad Münstereifel als auch in Rheinbach gewährleistet werden. Komfortabel kurz soll die Umsteigezeit bemessen sein. Bei einer Anforderung der Fahrten über die Mobilitätszentrale der RVK könnten direkt beide Fahrten gebucht werden.

Sollte das Angebot gut angenommen werden, könnte später über die Verschmelzung beider Linien nachgedacht werden. Da dies allerdings den Rhein-Sieg-Kreis betrifft, ist die Einflussnahme begrenzt.

Die SPD Bad Münstereifel fordert nun eine Umsetzung der vorgeschlagenen Lösungsvariante. Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss am 29.04.2014 als Tagesordnungspunkt behandelt werden.